Haustiere vernünftig auswählen!

Haustiere können eine wichtige Bereicherung für die Entwicklung eines Kindes sein , denn sie fördern das Verantwortungsgefühl und stärken das Selbstbewusstsein.
Allerdings sind wir als Tierschützer grundsätzlich dagegen, dass Tiere aus rein therapeutischen Gründen gehalten werden.
Wenn sich zum Beispiel jemand einen Hund nur deshalb zulegt, weil der Arzt gesagt hat, dass er sich mehr bewegen muss, geht das meistens schief...für beide.
Lust- und lieblos und vor allem kurz wird der Hund ausgeführt, was weder überflüssige Pfunde killt, noch dem drohenden Herzinfarkt entgegenwirkt. Und auch der Hund ist frustriert, weil er natürlich viel laufen und rennen möchte. Außerdem spürt er genau, dass ihm keine echte Zuneigung um seiner selbst willen entgegengebracht wird.

Genauso wenig eignen sich Tiere als lebendes Spielzeug für ein Kind. Dabei spielt das Alter erst einmal keine Rolle, obwohl kleine Kinder ihre Tiere manchmal quälen. Doch das geschieht unabsichtlich, während ältere Kinder, wenn sie Tierquälereien begehen, dies leider ganz bewusst tun.
Tiere sind wie wir Menschen lebende Wesen, aus Fleisch, Blut und Seele, und keine Sachen. Sie empfinden wie wir und haben eigene Bedürfnisse, die nicht immer mit unseren übereinstimmen. Je älter und vernünftiger ein Tierhalter ist, desto eher kann er diese Bedürfnisse berücksichtigen und eigene zurückstellen.

Katzen z. B. haben ihren ganz eigenen Willen und lieben die Freiheit. Sie sind zwar auch verspielt, verschmust und zärtlichkeitsbedürftig, aber wann sie es sind, bestimmen sie. Für ein Kind im Vorschulalter ist das schwer zu akzeptieren. So hinterlassen Interessenkonflikte zwischen Kind und Katze nicht selten blutige Kratzspuren beim Kind und eine fauchende, verängstigte Katze, die plötzlich nicht mehr stubenrein ist. Hinzu kommt, dass Katzen auch versorgt werden müssen. Mit der täglichen Fütterung und Reinigung der Katzentoilette, dem Einkaufen von Futter und Streu und anstehenden Tierarztbesuchen sind jüngere Kinder fast immer überfordert.

Bei Hunden kommt noch dazu, dass sie jeden Tag mehrfach Auslauf brauchen. Die Eltern eines jüngeren Kindes müssen diese Arbeiten übernehmen, die schnell zur Last werden können, wenn das Tier nur Mittel zum Zweck sein soll und die Tierliebe eigentlich fehlt.

 
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